Mond dreht sich um Erde
Hintergrund Sterne, Sternbild Orion
Logo AZB e.V,

Sternwarte Bernau
bei Berlin

Fliederstrasse 27b in 16321 Bernau

Aktuelles

Der abendliche Sternhimmel im September 2017

Für die Nordhalbkugel unserer Erde geht in diesem Monat nach astronomischer Definition der Sommer zu Ende. Am 22.09. wechselt der Zenitstand der Sonne von der Nordhalbkugel auf die Südhalbkugel. Nach der Tagundnachtgleiche werden deshalb bei uns die Nächte wieder länger als die lichten Tage.

Wer sich gen Süden wendet und über sich schaut, wird das Sterbild Schwan erkennen, dessen lang gestreckter Hals nach Süden zeigt. Sein heller Schwanzstern Deneb bildet mit Wega in der Leier und Atair im Adler das Sommerdreieck. Dieses Gebilde ist kein Sternbild, sondern eine gute Orientierungshilfe, da die hellen Ecksterne auch am aufgehellten Großstadthimmel leicht zu erkennen sind. Von Westen her leuchtet mit kräftigem röt- lichem Licht der Arktur im Bootes zu uns herüber, dem Untergang am späten Abend zustrebend.

Wie in dieser Jahreszeit nicht anders zu erwarten, sind am Osthorizont bereits die Herbststernbilder aufgestiegen. Verwöhnt vom Sommerdreieck vermissen wir dort helle Sterne, können aber bei ein wenig gutem Willen das große, etwas schräg gestellte, Herbstviereck erkennen. Da es sich hier um den Rumpf des geflügelten Pferdes Pegasus handelt, wird es auch Pegasusquadrat genannt. Der linke obere Eckstern gehört allerdings zum Sternbild Andromeda, deren Sternkette sich nach links anschließt.

Von den mit bloßem Auge sichtbaren Planeten befindet sich am abendlichen Himmel nur der Ringplanet Saturn über dem Horizont. Schon in der Abenddämmerung wird er im Südwesten aufleuchten.

Der Erdtrabant erscheint am Monatsanfang als zunehmender Mond und wird dann einige Tage nach dem Vollmond (06.09.) seine Aufgänge in die zweite Nachthälfte verlagern. Nach Neumond (20.09.) wird er wieder mit zunehmender Lichtgestalt den Abendhimmel bereichern.



Himmelsgrafik

Der abendliche Sternenhimmel im September in Blickrichtung Süden