Der abendliche Sternhimmel von Januar bis Dezember (Animation)
(Maus over zeigt aktuellen Monat)
Der abendliche Sternenhimmel im April 2026
Mit dem April verändert sich der abendliche Sternenhimmel spürbar. Die vertrauten Sternbilder des Winters sinken immer tiefer in den Westen, während sich die typischen Sternbilder des Frühlings am Himmel ausbreiten.
Wer gegen 22 Uhr nach Süden blickt, erkennt den Löwen mit seinem hellen Hauptstern Regulus bereits hoch am Himmel. Weiter östlich steigt die Jungfrau mit ihrem bläulich leuchtenden Stern Spica empor. Noch etwas weiter im Osten funkelt Arktur im Sternbild Bärenhüter – ein auffällig orangefarbener Stern und einer der hellsten Sterne des gesamten Himmels.
Diese drei Sterne – Regulus, Spica und Arktur – bilden gemeinsam das sogenannte Frühlingsdreieck, eine große Himmelsfigur, die den südlichen Abendhimmel im Frühling prägt. Währenddessen verabschieden sich die Wintersternbilder langsam. Die Zwillinge sinken im Westen bereits dem Horizont entgegen, und auch der Fuhrmann mit seinem hellen Stern Capella steht nun tief im Nordwesten. Hoch im Norden dagegen dominiert weiterhin der Große Bär mit seiner markanten Wagenform.
Bei den Planeten bietet der April einen ruhigen, aber dennoch interessanten Anblick. Jupiter ist weiterhin gut sichtbar und steht am Abend im Sternbild Zwillinge. Er erscheint als sehr heller, ruhiger Lichtpunkt und zieht sich im Laufe des Monats allerdings immer früher vom Abendhimmel zurück. Allmählich kehrt Venus als Abendstern zurück. Sie steht jedoch zunächst noch sehr flach über dem westlichen Horizont und lässt sich deshalb nur kurz nach Sonnenuntergang beobachten.
Der Mond durchläuft im April seinen gewohnten Zyklus. Vollmond ist am 2. April, sodass er in dieser Nacht die gesamte Zeit über am Himmel steht. Das letzte Viertel folgt am 10. April und ist vor allem am Morgenhimmel zu sehen. Am 17. April erreicht der Mond die Neumondphase und bleibt unsichtbar.
Ein schöner Anblick am Nachthimmel bietet sich am 22. April: Der Mond steht in der Nähe des Planeten Jupiter im Sternbild Zwillinge. Die Begegnung der beiden hellen Himmelsobjekte ist bereits mit bloßem Auge leicht zu erkennen. Das erste Viertel des Erdtrabanten tritt am 24. April ein. Dann steht er bereits tagsüber über dem Horizont und ist als zunehmender Halbmond bis weit in den Abend hinein zu erkennen.
Ein besonderes Ereignis des Monats sind die Lyriden, ein Meteorstrom, der jedes Jahr im April auftritt und dessen Maximum um den 22. April erwartet wird. Die Sternschnuppen scheinen aus einem Punkt südwestlich des hellen Sterns Wega im Sternbild Leier zu kommen. Unter dunklem Himmel lassen sich in der zweiten Nachthälfte mehrere Meteore pro Stunde beobachten.
So zeigt sich der Aprilhimmel als Übergang zwischen zwei Jahreszeiten. Während die Wintersternbilder langsam verschwinden, übernimmt das Frühlingsdreieck die Rolle der Orientierung am Firmament. Wer in klaren Nächten nach oben schaut, kann diesen Wechsel besonders gut mitverfolgen.




