Der abendliche Sternhimmel von Januar bis Dezember (Animation)
(Maus over zeigt aktuellen Monat)
Der abendliche Sternenhimmel im September 2026
Wer im September 2026 nach Einbruch der Dämmerung den Blick zum Himmel richtet, erlebt ein Himmelszelt, das den Abschied des Sommers und den Beginn des Herbstes verkündet. Denn in diesem Monat findet die Tag- und Nachtgleiche statt: Am 23. September überquert die Sonne den Äquator in südlicher Richtung; Tag und Nacht sind in etwa gleich lang. Von nun an werden die Tage kürzer, die Nächte länger, und schon früh nach Sonnenuntergang entfaltet sich der Sternenhimmel in voller Pracht über Bernau.
Hoch am Firmament strahlt noch das Sommerdreieck, gebildet aus Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Altair im Adler. Doch der Sommer verabschiedet sich allmählich: Vom Westen her sinkt Arktur im Bootes langsam dem Horizont entgegen, sein rötliches Licht kündet bereits vom nahenden Herbst. Im Osten steigen dagegen die typischen Herbststernbilder empor.
Besonders auffällig ist das Herbstviereck – ein schräg gestelltes Rechteck aus den hellsten Sternen des Pegasus. Auch Andromeda gesellt sich hinzu, deren Galaxie bei klarem, dunklem Himmel als schwacher, diffuser Lichtfleck zu erkennen ist. Wer aufmerksam hinschaut, erkennt so die ersten Vorboten des kühleren Himmels, während die zirkumpolaren Sterne, die uns das ganze Jahr begleiten, weiterhin hoch über uns wachen. Der Septemberhimmel lädt dazu ein, den Übergang der Jahreszeiten im Sternenzelt zu erleben – von den letzten Sommergrüßen des Sommerdreiecks bis zu den ersten herbstlichen Sternbildern im Osten.
Venus als Abendstern ist nur kurz vor Sonnenuntergang dicht über dem Horizont weit im Südwesten sichtbar. Noch vor Monatsmitte hat sie sich praktisch vom Abendhimmel zurückgezogen und ist für das bloße Auge nicht mehr sichtbar.
Als Morgenstern begleitet uns der Kriegsgott Mars bereits eine Stunde nach Mitternacht, bis das Licht der Sonne ihn am Morgen überstrahlt. Er wandert durch die Zwillinge und erreicht bis zum Monatsende das Sternbild Krebs.
Jupiter gehört im September ebenfalls zu den Frühaufstehern, geht täglich früher auf und wird bis zur morgendlichen Dämmerung sehr gut sichtbar sein. Die ganze Nacht wird Saturn unser Begleiter sein. Er nähert sich seiner Opposition und wird daher tief in der Nacht sehr gut zu sehen sein.
Am 4. September erreicht der Mond abnehmend sein letztes Viertel im Sternbild Stier. Bereits am 7. September ergibt sich ein schöner Anblick: Die Mondsichel hebt sich eine Stunde nach Mitternacht dicht über den Horizont, gefolgt von Mars. In der nächsten Nacht steht der Mond zwischen Mars und Jupiter, und am 9. sind sich der Mond und Jupiter nahe. Neumond und damit die beste Gelegenheit zur Beobachtung des Sternenhimmels ist am 11. September.
Eine Woche später erreicht der Mond das erste Viertel, und zum Vollmond wird er am 26. September im Sternbild Fische zu sehen sein.
Im September erscheinen auch einige periodische Sternschnuppenströme. Die Epsilon-Perseiden werden in der Nacht vom 9. zum 10. September erwartet. Die Pisciden, der Name sagt es, stammen aus dem Sternbild Fische. Sie sind den ganzen September aktiv. Das Maximum mit 5 bis 10 Sternschnuppen pro Stunde wird am 20. September erwartet. Ein weiterer Meteorenstrom aus dem Antiheliumbereich wird ab dem 10. September von den Südlichen Tauriden bestimmt. So wird bereits der erste Monat des nahenden Herbstes viele interessante Abende zum Sternegucken bereithalten.




