Mond dreht sich um Erde
Hintergrund Sterne, Sternbild Orion
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Sternwarte Bernau
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Aktuelles

Der abendliche Sternhimmel von Januar bis Dezember (Animation)

(Maus over zeigt aktuellen Monat)



Himmelsgrafik Januar
Der Januar-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Februar
Der Februar-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik März
Der März-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik April
Der April-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Mai
Der Mai-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Juni
Der Juni-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Juli
Der Juli-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik August
Der August-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik September
Der September-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Oktober
Der Oktober-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik November
Der November-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Dezember
Der Dezember-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik aktueller Monat
Juni-Himmel in Blickrichtung Süden

Der abendliche Sternenhimmel im Juni 2026

Der längste Tag des Jahres fällt 2026 auf den 21. Juni. Genau um 10:24 Uhr beginnt der astronomische Sommer, auch wenn das Wetter uns schon Tage zuvor etwas anderes vormachen will.
In den Nächten wird es nicht mehr richtig dunkel. Der letzte Schimmer der untergehenden Sonne versinkt nicht vollständig unter dem Horizont, sondern erhellt etwas weiter östlich bereits den neuen Tag. Daher ist es sinnvoll, sich bei der Betrachtung des Sternenhimmels vor allem auf die hellsten Sterne zu konzentrieren.

Am südwestlichen Himmel wird der rötlich leuchtende Arktur im Sternbild Bärenhüter (Bootes) gut zu beobachten sein. Der Bärenhüter war bereits in der Antike als Bärenwächter bekannt und gilt als Leitsternbild des Sommers. Erst im September verlässt er die abendliche Himmelsbühne.

Wenn wir unseren Blick nach Osten wenden, sehen wir hoch über dem Horizont den bläulich-weißen Stern Wega in der Leier. Mit etwas mehr Aufwand erkennen wir links von Wega Deneb, den Hauptstern im Schwan. Tiefer am Horizont leuchtet Altair im Sternbild Adler. Diese Sterne bilden am Firmament ein riesiges Dreieck, das als Sommerdreieck bekannt ist. Auf der Verbindungslinie zwischen Arktur und Wega findet man die Nördliche Krone und Herkules. Beide stehen derzeit recht hoch über dem Horizont und sind daher leicht zu erkennen.

Im Juni stehen die meisten Planeten sehr flach über dem Horizont und sind daher nur kurz oder unter günstigen Bedingungen sichtbar. Von den Planeten dominiert Venus weiterhin mit ihrem Glanz den späten Abendhimmel. Sie eilt der Sonne nach und ist daher erst zu sehen, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Dabei durchquert sie im Juni die Sternbilder Zwillinge, Krebs und gegen Monatsende den Löwen. Bereits am 09. Juni stehen tief in der Abenddämmerung Venus und Jupiter dicht beieinander – ein schöner Anblick bei freiem Westhorizont. Mars geht Ende des Monats vor der Sonne auf und ist daher nur kurz im Nordosten zu sehen. Anfang des Monats ist Jupiter im Westen noch gut sichtbar, teils sogar bevor die Sonne vollständig untergegangen ist. Am Monatsende verabschiedet er sich schließlich vollständig vom Nachthimmel.

Der Erdtrabant zeigt sich in den ersten Tagen des Monats als schmale Sichel und erreicht am 8. Juni im Sternbild Wassermann sein letztes Viertel. Sieben Tage später ist er als Neumond am Nachthimmel unsichtbar. Am 17. Juni gesellt sich die schmale Mondsichel zur hellen Venus tief über dem Westhorizont. Sein erstes Viertel im Löwen fällt am 21. Juni auf den Tag der Sommersonnenwende und wächst bis zum 30. Juni zum Vollmond an, der von den Ureinwohnern Nordamerikas im Juni als Erdbeermond bezeichnet wird. Auf seiner monatlichen Reise kommt es zu abendlichen Rendezvous: Am 17. Juni trifft der Mond auf Venus und am 27. Juni stattet er schließlich auch Antares einen Besuch ab.