Mond dreht sich um Erde
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Der abendliche Sternhimmel von Januar bis Dezember (Animation)



Himmelsgrafik Januar
Der Januar-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Februar
Der Februar-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik März
Der März-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik April
Der April-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Mai
Der Mai-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Juni
Der Juni-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Juli
Der Juli-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik August
Der August-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik September
Der September-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Oktober
Der Oktober-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik November
Der November-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik Dezember
Der Dezember-Himmel in Blickrichtung Süden
Himmelsgrafik aktueller Monat
Aktueller Monat: - Juni-Himmel in Blickrichtung Süden

Der abendliche Sternenhimmel im Juni 2021

Am 21.06. erreicht die Sonne den Gipfelpunkt ihrer Jahresbahn und wird nun Tag für Tag an Höhe verlieren, weshalb dieser Vorgang auch als Sommersonnenwende benannt ist. Astronomisch definiert ist dies der Sommeranfang während der meteorologische Sommer am 1. Juni beginnt. Zunächst aber sind die Nächte noch sehr kurz und für den Gelegenheitsbetrachter des Sternhimmels ist es günstig, sich an den hellen Sternen zu orientieren.

So findet man nach der Dämmerung am Osthimmel drei sehr helle Sterne, die das bekannte Sommerdreieck bilden. Es sind die Hauptsterne Deneb, Wega und Atair der aufsteigenden Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler. Beim Blick nach Süden fällt hoch über dem Horizont der kraftvoll mit rötlichem Licht leuchtende Arktur auf. Die Sterne seines Sternbildes Bootes und auch die der benachbarten Sternbilder sind weniger auffällig, da auch der gesamte Himmelshintergrund im Juni nicht richtig dunkel wird.

Unterhalb des Arktur weiter westlich leuchtet mit bläulich-weißen Licht Spica im Sternbild Jungfrau. Während im Osten die Sommersternbilder aufsteigen und nach Mitternacht den Sternenhimmel im Süden dominieren, gehen im Westen die Frühlingssterne unter, so auch der mächtige Löwe.

Die mit bloßem Auge sichtbaren Planeten bereiten im Juni ihre Auftritte in den nächsten Monaten vor. Saturn und Jupiter verlagern ihre Aufgänge in die Zeit vor Mitternacht und die Venus als Abendstern zeigt sich vorerst für kurze Zeit am Nordwesthorizont.

Der Erdtrabant fehlt im ersten Drittel des Monats am Abendhimmel, da seine Aufgänge nach Mitternacht erfolgen. Erst nach Neumond am 10.06. wird er erst als schmale Sichel erscheinen, um dann am 18.06. das erste Viertel (zunehmender Halbmond) und am 24.06. die Vollmondphase zu erreichen.

Am 10. Juni ereignet sich eine ringförmige Sonnenfinsternis, bei der von Mitteleuropa aus in den Mittagsstunden verfolgt werden kann, wie der dunkle Neumond die Sonne teilweise verdeckt. Zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis kommt es, wenn der Neumond die Sonne nicht vollständig abdecken kann. In Abhängigkeit von den jeweiligen Entfernungen der Himmelskörper ist in diesem Fall der scheinbare Durchmesser des Mondes kleiner als der der Sonne.

Da im Berliner Raum der Bedeckungsgrad nur 13,4% beträgt, wird die geringere Helligkeit kaum auffallen und beachtet werden. Wer trotzdem die Sonnenfinsternis sehen möchte, sollte an geeignete Schutzmittel denken. Mit einem Teleskop ist eine Sonnenbeobachtung nur mit einem Sonnenfilter möglich.