Mond dreht sich um Erde
Hintergrund Sterne, Sternbild Orion
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Aktuelles

Der abendliche Sternhimmel im Januar 2018

Wer nach Einbruch der Dunkelheit einmal versucht, das gesamte Sternpanorama zu überschauen und seinen Blick über das Himmelsrund schweifen lässt, wird wohl überrascht am östlichen Sternhimmel verharren. Da steigt mit den Wintersternbildern ein Bereich des Himmelszeltes auf, der durch seine Pracht die anderen Sterne regelrecht verblassen lässt. Im Laufe des Abends erreichen alle Wintersternbilder die Himmelsbühne und funkeln gegen Mitternacht hoch über dem Südhorizont auf uns herab.

Die unscheinbaren Herbststernbilder und somit auch das aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda bestehende Herbstviereck werden indessen zum Westhorizont verdrängt, um dort unterzugehen. Dagegen ist im Osten als Vorbote des Frühlings der mächtige Löwe mit seinem hellen Stern Regulus aufgetaucht. Die Winterbilder gruppieren sich um die große Gestalt des Orion, der durch seine sehr hellen Sterne Beteigeuze und Rigel und den drei exakt nebeneinander stehenden Gürtelsternen sofort auffällt. Darüber rechts oben der Aldebaran im Stier, zenitnah Kapella im Fuhrmann, links vom Orion Kastor und Pollux in den Zwillingen und schließlich darunter Prokyon und der stark funkelnde Sirius. Wer die drei Sterne Beteigeuze, Prokyon und Sirius mit gedachten Leitlinien verbindet, erhält als zusätzliche Orientierungshilfe das Winterdreieck.

Die mit dem bloßem Auge sichtbaren Planeten fehlen am Abendhimmel. Sie befinden sich am Morgen- bzw. Taghimmel.

Nachdem der fast volle Mond den Jahreswechsel begrüßt hat, wird er einige Tage nach Erreichen der Vollmondposition (02.01) sein Erscheinen in die zweite Nachthälfte verschieben. Nach Neumond (17.01.) wird er zunächst als schmale Sichel wieder am abendlichen Himmel erscheinen.



Himmelsgrafik

Der abendliche Sternenhimmel im Januar in Blickrichtung Süden